Ich bin weg und schreibe darüber

16 Jul

Liebe Menschen!
Auf diesem schönen Blog habe ich euch halbwegs regelmäßig einen Einblick in mein Friedensdienstleben in Wroclove gegeben. Das habe ich nicht schlecht gemacht, finde ich. Und ein paar von euch finden das auch, habt ihr mir verraten. Über ähnlich treue Leser*innen freue ich mich für meinen neuen Blog, auf dem ihr verfolgen könnt, was ich so während meiner 3-4 Monate Projektpraktikum in der Vidyaranya High School in Hyderabad, Indien, erleben werde. Ab Anfang September geht es los! Stay tuned: https://annamitasa.wordpress.com/about/

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Kurzmitteilung

Angekommen

16 Nov

Vielleicht bin ich echt angekommen. Polen ist manchmal schon wieder so weit weg. Und dann laufe ich an Baustellen vorbei und höre polnischen Bauarbeitern zu, bleibe hin und wieder stehen und frage, woher sie kommen. Das sind dann meist kleinere Orte, die ich noch nie gehört habe. Dann erinnere ich mich daran, dass es so viel gibt, was ich noch entdecken möchte in Polen.
Aber jetzt bin ich erstmal hier, Deutschland. Kartoffelsalat, Unialltag. Doch darum soll es nicht gehen hier.
Damit ist dieser Blog wohl am Ende. Es geht weiter, sicher. Der nächste Blog ist noch im Anfangsstadium, aber schaut doch mal vorbei in nächster Zeit!

http://schnappkuss.wordpress.com/

Packmanie

29 Aug

Hektisch hüpfe ich durchs Zimmer. Staub wirbelt auf. Putzen muss ich auch noch. Nicht alles ist gepackt, aber das ist egal. Viel wichtiger ist es, Proviant zu kaufen. Viel davon. Die polnischen Verhungersängste kommen zum Vorschein.
Ich leider unter Pack-Bipolarität.
Mal schmeiße ich völlig euphorisch alle möglichen Klamotten auf den Haufen für den Secon Hand Laden und singe manisch bei göffnetem Fenster den Wrocław-Sommer-Soundtrack.
Dann wieder überfallen mich Kopfschmerzen, deprimiert sitze ich vor dem Laptop und gucke prokrastinierend Folgen von irgendwelchen Serien, wobei mir erst in der Mitte auffällt, dass ich genau die Folge doch gestern erst geguckt habe.
Ich vermute aber, das ist okay so. Ich drehe nicht komplett durch.
Und eben, als ich meinen Abschlusskaffee in einem hübschen Café trank, war ich mir sicher, alles muss so sein. Das Jahr hätte nicht 13 Monate dauern sollen, der Sommer hätte nicht leerer sein sollen, für ein Jahr lernen hat mein Polnisch genau so sein sollen und morgen soll ich wohl fahren.

Der letzte Monat war einfach zu heftig, als dass ich mich hätte melden können.
Seien wir ehrlich. Ich hätte mich schon melden können, aber das wäre dann so was geworden wie „Super Wetter, alle Teilnehmer nett, Essen geht so!“ – Zeit zum Reflektieren gab es eher weniger. Nicht, dass das gerade jetzt großartig anders wäre, aber grade überschneidet sich das prokrastinierende Ich mit dem euphorischen, spontanden Ich, das jetzt eben gerne schreiben möchte.
Während meiner Blog-Abwesenheit war ich in Ostrava, Görlitz/Zgorzelec, Potsdam und Wroclaw. Dabei habe ich hunderte von Leuten „kennengelernt“ – es war ja immer klar, dass das eine Bekanntschaft für wenige Wochen oder nur Tage sein würde. Mir zumindest. Bei „Ich werde dich sooooo vermissen!“ konnte ich irgendwann nur noch abgebrüht mein Kinn kräuseln, meinen Mundwinkeln eine unförmige Form geben und furchtbar verständnisvoll nicken. Vielleicht ist das nicht fair, aber das war dieser ganze Monat nicht. Projekt nach Projekt nach Projekt.
Ich kann mich nicht mal beschweren, dass es keine guten Projekte waren, definitiv nicht! Aber seid mal einen Monat in drei verschiedenen Projekten Teilnehmerin, funktioniert, integriert euch, lasst euch energizen.
Vielleicht sollte ich mich irgendwie besser vermarkten, mich für mein Teilnehmerdasein bezahlen lassen.
Es herrscht auf dem internationalen Begegnungsmarkt nämlich ein unglaublicher chronischer Mangel an deutschen Teilnehmern.
Was ist denn los mit euch! Habt ihr das Gefühl, zuhause ist es schon interkulturell genug, warum soll ich mich zusätzlich zwei Wochen mit anderen Kulturen auseinandersetzen?
Aber ist okay. Dank euch hatte ich einen unfassbar vollen, abwechslungsreichen Sommer, von dem ich sicher viel mitnehmen und viel vergessen werde. Zu dichte Erlebnisse. Nichtsdestotrotz (ihr seht, ich gewöhne mich langsam an schöne, schwierige deutsche Wörter!), ein guter Sommer.

Colours of Ostrava. Spaßiges Festival, aber etwas seltsam. Flunkyballspieler werden verwundert begutachtet, Fotos werden gemacht. Live verdammt gut: Woodkid und The XX und Russkaja.
Und wer ist die Gruppe, die da am Bühnenrand so Party macht? Achja, die verstockten Deutschen. Sehr familienfreundlich, überaus wenig Betrunkenes.
Übrigens. Isomatten sind allgemein überbewertet. Nach der zweiten Nacht spürt ihr euren Nacken einfach gar nicht mehr. Was ich nicht spüre, tut auch nicht weh.

Flunkyball  gegen polnische Mannschaft. Beschämende Niederlage. Colours of Ostrava!

Flunkyball gegen polnische Mannschaft. Beschämende Niederlage. Colours of Ostrava!

Workcamp in Görlitz/Zgorzelec. Zwei Wochen mit deutschen, polnischen, italienischen Jugendlichen auf dem Gelände eines ehemaligen Kriegsgefangenenlagers arbeiten. Harte Sache.

Beste Arbeitsgruppe  beim Workcamp in Zgorzelec. In der Küchenbaracke kann man fast wieder kochen!

Beste Arbeitsgruppe beim Workcamp in Zgorzelec. In der Küchenbaracke kann man fast wieder kochen!

Erster eher theoretischer Teil des Street Art Projekts in Potsdam. Verrenkungen.

Oh. Ein Affe. Übrigens ohne sonderliches talent zum Sprayen.

Oh. Ein Affe. Übrigens ohne sonderliches Talent zum Sprayen. Ausprobiererei in Potsdam.

In einem Hinterhof dürfen wir eine Wand besprühen. Angelehnt an den Berlin-Warschau-Express entsteht ein fröhlicher grüner Zug für die Kinder, die da spielen.

Gangstaspraya. Und ich im Hintergrund ohne die passende Attitüde. Wroclaw-Nadodrze-Hinterhofromantik.

Gangstaspraya. Und ich im Hintergrund ohne die passende Attitüde. Wroclaw-Nadodrze-Hinterhofromantik.

Zwei Wochen lang lernen Polen Deutsch von Deutschen und Deutsche Polnisch von Polen. Mit grandiosem morgendlichem Sprachunterricht.

Tandemkurs im Edith-Stein-Haus

Tandemkurs im Edith-Stein-Haus

Das war mein Sommer in Allerkürze. Wer mehr wissen will, soll sich melden, der bekommt meinen letzten Projektbericht zugeschickt. Ich muss jetzt wirklichwirklich putzen und einkaufen! Die Obstdamen schließen gleich ihren Laden und von denen muss ich mir noch letzte Polnischkomplimente abholen und mich dringend verabschieden.
Wir lesen uns in neuer Frische.

Willkürliche Himbeeren

17 Jul

Die Tage sind voll und werden mit willkürlicher Aktivität gelebt. Wochenlang ist ungefähr nichts los und dann kommt alles auf einmal. Zusätzlich stopfe ich meine Freizeit, indem ich mich mit irgendwelchen Leuten treffe, die ich eigentlich nicht kenne und nicht wirklich kennenlernen werde. Was ich aber auf jeden Fall dadurch lerne: Smalltalkskills.

Hätte ich am Anfang des Jahres noch behauptet, Smalltalk ist oberflächliche Heuchlerei, weiß ich jetzt, dass aus Smalltalk Bigtalk werden kann. Und aus „Worum gingen nochmal diese Massendemos gegen eine Aussage von Lech Wałęsa?“ wird plötzlich „Die Medien! Die sind Schuld an dieser ganzen Homosexualität heutzutage!“.
Wahrscheinlich sollte ich das erklären. Das kann ich ja so nicht stehenlassen.
In dieser Woche tagt eine deutsch-polnische Konferenz im Salon des Edith-Stein-Hauses über europäische Themen.
Am Kennenlernabend geht es um politische Ereignisse des letzten Jahres in den jeweiligen Ländern und jemand fragt, was genau der Auslöser für die Demos gegen den Friedensnobelpreisträger und Ex-Solidarność-Chef Lech Wałęsa gewesen seien.
„Der hat sich ausdrücklich gegen Homosexualität ausgesprochen!“, kommt als Antwort. Tatsächlich war es dann aber noch schärfer: Homosexuelle sollten im Parlament in der letzten Reihe sitzen – oder „sogar hinter einer Mauer“.
Wirklich ein nobler Vertreter des Friedens, denke ich mir.
„Recht hat er!“, meldet sich ein Herr in OP-grünem Hemd, „Dass die Jugend heute meint, sie könne alles mal ausprobieren, liegt doch an Presse und Medien. Die Medien sind Schuld an der Homosexualität! Also vor 60 Jahren, da gab’s noch keine Schwulen, weil noch keiner wusste, was das ist!“.
Ich verschlucke mich, obwohl ich nichts im Mund habe. Leider muss ich dabei ziemlich lachen. Währenddessen mache ich wohl nicht den intelligentesten Eindruck. Aber da scheine ich ja in guter Gesellschaft zu sein. Oh.
Klugscheißend entgegne ich, dass Homosexualität bei den alten Griechen und Römern Gang und Gäbe gewesen sei, woher seiner Meinung nach der Inselname Lesbos komme und falls er sich mehr dafür interessiere, solle er doch mal intensiver Platon studieren.
„Ach, Mädchen. Das ist doch Propaganda!“
Vielleicht habe ich mich ja sprachbarrierlich verhört und der Herr in OP-Grün wollte sagen: „Ach, Mädchen. Das ist doch wunderbar!“
Schade, dass Naivität nicht reich macht.

Erwähnte ich schon, dass ich jetzt wieder ganz allein in der riesen Villa Stein wohne?
Kornelia hat es eine Woche im Zimmer neben mir ausgehalten. Respekt. Sie hat Arbeit gefunden, das ist gut für sie, schlecht für das Edith-Stein-Haus und mir ziemlich egal. Oh. Ich konnte ihre Euphorie für Edith Stein einfach nicht so teilen. Obwohl ich ihrer Meinung nach ein bisschen wie Edith Stein sei. Aha. Da sie das auch zu Olga meinte, werde ich mir wohl nichts drauf einbilden. Wir sind wohl alle ein bisschen Edith Stein.
Jetzt muss ich gerade an meinen ehemaligen Klassenlehrer und seinen regelmäßigen Ausruf „Ihr seid alle Kinder Gottes!“ denken.
Ach, Schule. Ach, keine Zeit für Melancholie.

Denn es gibt noch einiges zu tun, bevor ich morgen in aller Teufelsfrühe einen Zug nach Tschechien kriegen muss. Nachdem ich mich heiser und arm durch alle erdenklichen Mitfahrgelegenheitsangebote telefoniert habe, stellte sich dann heraus, dass mir niemand Platz oder geeigenete Abfahrtszeiten bieten kann. Dafür ein vielfaches „Powodzenia!„, viel Erfolg.
„Colours of Ostrava“ wartet auf mich! Das größte Festival im kleinen Tschechien im dreckigen Ostrava.
So genervt ich von allen potentiellen Mitfahrgelegenheiten bin, desto mehr freue ich mich auf all die Musik, ein paar polnische und ganz viele tschechische ASFler. Sogar 17 Hippies kommen! Damit meine ich nicht die ASF-Crew, sondern die Band. Und sonst auch ganz viel Großes.

Ahoj, da lang.

Ahoj, da lang.

Nach dem Festival geht es dann direkt in Nacht und Nebel nach Görlitz zum Workcamp auf dem ehemaligen Kriegsgefangenenlager Stalag mit deutsche, polnischen und italienischen Teilnehmern. EIn Festival im Schlafpensumsgepäck ist nicht die optimale Voraussetzung. Schlaf ist für kaffeelose Faltengesichter. Oh.

Während ich dann noch in Görlitz bin, reist Monika (Koordinatorin) zurück nach Wroclaw, regelt dies und jenes für den Tandemsprachkurs (er findet tatsächlich statt!) und fährt dann nach Potsdam zum nächsten Partner-Projekt.
Dafür sind noch einige Plätze für deutsche Teilnehmer frei! Lust auf Street Art, Austausch mit polischen Jugendlichen? Sommer in Potsdam, Berlin und Wroclaw? Hm?
Street Art Camp

Ich sollte hier wirklich mal weitermachen. Einkaufen, beleidigt meine Zugkarte kaufen, allen randomly geschlossenen Bekanntschaften Bescheid geben, dass ich in den nächsten drei Wochen weder Englisch noch Deutsch mit ihnen lernen werde, Arbeitshandschuhe fürs Workcamp kaufen, mir überlegen, wie ich aus Polen etwas aus der Region, aus der ich in Deutschland komme, für den Kulturabend mitbringen kann, den Kühlschrank so leer wie möglich essen, überflüssige dicke Pullover aus dem Rucksack wieder auspacken, das Resultat der perversen Sommerschlussverkaufsschlacht (Sommer. Schluss. Wie traurig.) in Form von zwei Paar Sandalen einpacken und angesichts des vollen Kühlschranks völlig unvernünftig neue herrliche Himbeeren kaufen und sie möglichst langsam mit der Zunge an den Gaumen drücken, sodass keine Kerne in den Backenzähnen hängen bleiben.
Polnische Himbeeren sind echt so gut, wie die aus meiner Erinnerung aus Omas Garten. Und die sind schon ziemlich großartig.

Mangelerscheinung und Lublinlicht

9 Jul

Seltsam. Ich war davon ausgegangen, dass die letzten zwei Monate die besten werden. Die, in denen ich die meisten Leute schon gut kenne, Zweckgemeinschaften von guten Bekanntschaften trennen und den Sommer in der Oder planschend genießen kann.
In der Oder kann man nicht planschen und meine Herzensmenschen hier verbringen den Sommer nicht in Wroclaw.
Und vor allem: Olga ist schon wieder zurück in der Ukraine.
Gerade schaue ich auf ihren alten Schreibtisch neben mir, die Kopfhörer liegen da unberührt seit ihrer Abfahrt. Normalerweise würden die jetzt auf ihren Ohren sitzen und sie würde leise über irgendeinen YouTube-Kram kichern. Und dann würde bald eine Facebooknachricht kommen, mit der Frage, ob ich Hunger hätte und wir würden danach die Treppe runterstolpern, zu faul zum Kochen sein und das Beste aus dem Kühlschrank rausholen. Vielleicht würden wir dann nach getaner Nicht-Arbeit großmütterlich am Ententeich sitzen und über die Tauben fütternde Bevölkerung lästern. Tauben! Füttern! Abends gäb es dann einen Mädchenfilm, Chips und Bier. Zum Beispiel.
Aber Olga hat eine ziemlich gut bezahlte Arbeit in der PR-Abteilung einer Rechtsfirma gefunden, die wohl jetzt anfängt und eine sinnvolle Alternative bietet zu ihrem Freiwilligedienst. So gut bezahlt, dass ein Besuch in Deutschland nicht so unrealistisch ist. Es gibt sogar einen Direktflug Köln-Kiew!

Bullshit-Modus im Endstadium. Ein typischer Fotoversuch.

Bullshit-Modus im Endstadium. Ein typischer Fotoversuch.

Als zweimonatige Vertretung ist jetzt Kornelia aus Poznan da. Sie hat Germanistik studiert und ihre Abschlussarbeit über die Sprache Edith Steins geschrieben. Wir haben abgemacht, dass wir abwechselnd Polnisch und Deutsch reden, einen Tag so, am anderen Tag so. Eigentlich reden wir doch mehr Polnisch, vielleicht auch, weil sie merkt, dass mein Polnisch es nötiger hat als ihr Deutsch.
Es tut mir ein bisschen leid, dass ich merke, dass meine Motivation so lala in der Hängematte dümpelt, was ein intensives Kennenlernen von Kornelia betrifft. Bin ich zu unspontan?
Klar, ein spontaner Kaffee ist immer drin, aber bei ausschweifenden Diskussionen über die Philosophie Edith Steins muss ich passen. Auf Polnisch wurste ich mir da was zusammen – und heimse trotzdem Komplimente für mein rasend gelerntes Polnisch ein!
Rasend Polnisch lernen möchte auch Jochen, ein weiterer neuer Mitbewohner hier, der für drei Wochen intensiven Polnischunterricht in Anspruch nimmt, einfach so, als Hobby. Gestern ist ihm im Gespräch ein „Du“ rausgerutscht, dicht gefolgt von Entschuldigungen. Da habe ich gemerkt, dass das „Sie“ für mich in der Öffentlichkeit schon ziemlich selbstverständlich geworden ist – aber in der eigenen Küche gesiezt werden, kam mir eh merkwürdig vor.
Dann hat Jochen sich auf die Aktion-Sühnezeichen-Friedensdienste-Familie berufen und mir das Du angeboten. Er war nämlich vor ca. 40 Jahren mit ASF in den USA. ASF begegnet mir immer wieder, tatsächlich – es hat was Familiäres.

Schön. Jetzt seid ihr zu meiner Wohngemeinschaft hier auch upgedatet. Upgedated? Abgedäität?
Auch mein Englisch leidet unter Olgas Abwesenheit.

Das letzte Wochenende war ein Urlaubsausbruch aus Wroclaw. „Lublin, meine Heimat“, hörte ich in diesen Tagen oft von meiner lieben Mitfreiwilligen Pia, angekommen und zweites Zuhause gefunden im ostpolnischen Lublin. Berlin und Lublin sind sich aber hauptsächlich phonetisch ähnlich. Klinge ich wie ein schlechter Reiseführer, wenn ich von „marodem Charme“ der Stadt, des Städtchens spreche?
Für mich war es jedenfalls ein perfektes Ziel für dieses Wochenende – das Licht, die Sonne hat sich durch die Gassen dieser Stadt so gebahnt, als wäre sie eigens für diesen Anblick gebaut worden. Kann sein, dass ich Wroclaw einfach ein bisschen über hatte und jede Abwechslung mir willkommen gewesen wäre – aber in Lublin ist eben auch Pia, Hurra!

So mache ich also wie Herr Taschenbier am Freitag frei und steige sehr entspannt morgens in den Zug, aus dem ich abends in Lublin zu orangener Abendsonne wieder aussteige. Ohne Umsteigen, dicker Luxus. Ich sehe Hasen, Kaninchen und Rehe am Zugfenster vorbeihüpfen. Bunnies, Bambis und Bäume.
Vor langen Reisen überkommt mich immer die irrationale Sorge, unterwegs verhungern zu können. Was da nicht alles passieren kann! Ewige Verspätungen! Zug verpassen! In die falsche Richtung fahren!
Mein eigentliches und allgemein bekanntes Talent zum Zugfahren hält mich nicht davon ab, Bäckerei, Obstladen und Supermarkt mit mittelgroßen Anteilen meines Freiwilligengehalts zu beehren.
„Ach komm, ist doch noch Monatsanfang!“, lassen wir abwechselnd immer mal wieder während dieser Tage verlauten, beim Anblick eines netten Cafés, beim Rumoren in der Magengegend, bei der Unlust, zum Essen nach Hause zu gehen..

Aber wir verdienen uns die Kaffeepausen natürlich auch durch Kultur! Pia zeigt mir die Jeschiwa, die ehemalige Talmudschule, bei ihrer Gründung die weltweitgrößte – heute ist dort die Synagoge und ein Museum über Chassidismus.
Bei einem kleinen Stadtspaziergang machen wir uns auf die Suche nach einem zweiten Eingang zum jüdischen Friedhof und finden ein zugemüllten, verwucherten Pfad, der irgendwann zum Friedhof führt. Meine sensiblen Sommerlager-Antennen schlagen aus, da ist noch so einiges zu tun!

Wunderschön vor der Jeschiwa

Wunderschön vor der Jeschiwa

Wir picknicken im Schatten am grünen Hang vor dem Schloss. „Misstraue den Grünflächen!“, zitiert Pia den Stadtführer, der auch in der vergangen Woche die Teilnehmer der Gedenkstättenfahrt geführt hat.
Da, wo es jetzt grünt und blüht, war früher das pulsierende jüdische Viertel.
Mit Insiderwissen werde ich mit Informationen über die Stadt ausgestattet, an die ich im Vorbeigehen niemals gekommen wäre. Diesen Perła-Bierkrug mit appetitlichem Bierschaum hätte ich auch nicht entdeckt!

Mmmh.

Mmmh.

Auch in Lublin sind die Sommernächte warm und kopfsteinpflasterig. Und es dieses Wochenende hat es ein Festival zu bieten, bei dem ein Posaunist und Sänger (wobei er das mit dem Singen ruhig hätte bleiben lassen können) sich eigenartig verrenkt, um das Publikum zu animieren. Wir haben trotzdem unseren Spaß, tanzen albern herum und sind Grund dafür, weshalb unsere Zuschauer Spaß haben.
Spaßig ist wohl auch der Anblick, wie zwei Kleidchenmädchen kreischend mehrmals von einer Wiese flüchten, weil da eigenartige, furchtbar aggressive Riesen-Killer-Insekten versuchen, sie zu attackieren und in die Flucht zu schlagen. Es gelingt. Pia und Anna flüchten und trinken ihr illegales Öffentlichkeits-Bier halt woanders, bevor es in den heißesten Schuppen der Stadt geht.

So besonders viele gute Partys gleichzeitig scheint Lublin nicht zu bieten. Deshalb strömt alles, was noch strömen kann, ins Dom Kultury zur Balkanparty. Die Wände schwitzen, alles fließt. Auch an der frischen Luft ist nichts frisch. Aber wir hüpfen und springen und schubsen massige Menschen mit abstrakten Bewegungen weg, bis ein umgeknickter Fuß lieber nach Hause fahren will.

Stimmung vor dem Fuß

Stimmung vor dem Fuß

Den Sonntag verbringen wir gemächlich und mit viel Sonne. Als es dann auch schon wieder Richtung Wroclaw geht, diesmal allerdings mit einem Zwischenstopp in Warschau.
Am Ostbahnhof ist die Hölle los. Alles fährt irgendwo hin. Betrüblicherweise macht mein Kuli schlapp und mein Gedankenwirrwarr bleibt in meinem Kopf und landet wenigstens auf der Zugfahrt nicht in meinem Tagebuch. Ich sitze zwischen Horden von ukrainischen Ferienkindern, alle mit Smartphone, und fühle mich eigenartig alt.
Als ich auf dem Gleis stehe, unterhält sich neben mir ein polnisches Pärchen, aber ich höre nicht zu. Bevor der Mann in den Zug steigt, kann ich den Aufdruck seines T-Shirts sehen. „Du bist…“ und dann ein Köln-Wappen.
Auf einmal fühle ich an diesem zugigen warschauer Ostbahnhof ein Zuhause-Gefühl.
Vielleicht schlafe ich deswegen die nächsten sechs Stunden sogar halbgut in meinem Achter-Abteil im Sitzen.
Und morgens habe ich sogar noch zwei Stunden zum Schlafen, bevor ich mich ins Büro schleppe!

Sommernachtstraum auf Kopfsteinpflaster

23 Jun

Meine Euphorie dieser Jahreszeit gegenüber ist ungesund. Ich kann mein Glück über diese warmen Sommernächte kaum fassen und warte solange, bis sie keine mehr sind. Wenn die Sommermorgende kommen, gehe ich ins Bett, verpasse die Hälfte des besten Wetters und starte Abends wieder in den nicht endenden Sommerglückszirkel.
Das dicke hubbelige Kopfsteinpflaster fühlt sich barfuß und noch aufgewärmt vom Tag zu gut an, als dass man nachts nicht auf Zehenspitzen das Auf-die-Ritzen-treten-ist-verboten-Spiel spielen müsste.

Partypeople

Partypeople

Der Portier tut mir bei meinen nächtlichen Eskapaden immer ein bisschen leid. Das Haus wird um 22 Uhr abgeschlossen. Ungünstig, wenn ich das Haus um 23.30 verlassen möchte. Jedes Mal überlege ich, ob ich es wagen soll, aus dem Fenster zu steigen und über die Mauer zu klettern. Die Wahrscheinlichkeit, mir dabei sämtliche Knochen zu brechen, schreckt mich ab. Außerdem wären alle, die davon mitkriegen würden, not amused. Denn wo jemand aussteigen kann, kann jemand einsteigen. Und wenn dieser jemand sich nicht so lautstark bemerkbar macht, wie ich polternd vor der Portierstür, bekommt kein selig schlummernder Portier etwas davon mit und all die Kostbarkeiten des Hauses könnten unbemerkt verschwinden.

Zum Beispiel die Reliquien aus dem Schrein in Augustes Zimmer. Auguste Stein ist die Mutter von Edith Stein und beherbergt einen Haufen Fotos der Familie aus dem Edith-Stein-Archiv im Kölner Karmel und alte Möbel und andere Schätze in ihrem alten Zimmer. Und den Reliquienschrank, mein Lieblingsattribut in der Hausführung. In diesem Schrank befinden sich zwei alte elektrische Haustürklingeln, von denen man sicher sagen kann, dass Edith Stein sie angefasst hat. Das sind wohl die einzigen Gegenstände, von denen man das behaupten kann. Mich lässt das ziemlich kalt, liebe aber die Reaktionen der Besucher. Von ehrfürchtiger Andacht bis zu „Öhmn, ist mir doch fritte?!“ ist alles dabei.
Bei religiösen Angelegenheiten hatte ich schon früher das Gefühl, dass sich in Polen häufig an Äußerlichkeiten geklammert wird und so Klingeln ganz schön aufgeladen werden mit Spiritualität. Ich kann da wenig mit anfangen. Dementsprechend hört sich dann der Teil in Augustes Zimmer während meiner Hausführung an: „Sooo, wir kommen dann jetzt zum Reliquienschrank! Hier sehen Sie zwei elektrische Klingeln, die Edith Stein sicher angefasst hat. Wenn Sie möchten, dürfen sie auch mal!“, alle Sünden seien euch vergeben, möchte ich dann hinzufügen, aber meine Stimme klingt so schon schweinepriesterisch genug, denke ich. Ich mache mich nicht lustig über Leute, denen so etwas viel bedeutet, kann nur mich selbst nicht ernst nehmen, wenn ich mit seriösem Gesicht von der Wichtigkeit von etwas spreche, was mir nichts bedeutet.
Aber ich kriege meistens nur positive Rückmeldungen zu meinen Führungen. „Danke, dass Sie Zweifel zulassen!“, „Schön, dass Sie uns Ediths Leben so lebendig greifbar gemachthaben!“, „Bewahren Sie sich Ihren lockeren Umgang mit der Materie!“ – mach‘ ich, zweifelsohne.
So locker, dass ich sonntagmorgens im Jogginganzug eine verkaterte Hausführung gebe. Vielleicht hat sich der Portier aus Rache für meine unsanfte Schlafunterbrechung von der Nacht vorher überlegt, er könne die deutsche Reisegruppe furchtbar feinfühlig in Richtung Küche schicken, wo ich grade untot versuche zu frühstücken.
„Also, wir wollen Sie wirklich nicht stören, guten Appetit – aber der Herr von der Pforte hat uns zu Ihnen weitergeleitet!“ – also wollen Sie doch stören. Das heißt, man will wahrscheinlich selten stören, tut es aber trotzdem ziemlich oft, verrückte Welt.

Verrückt und unglaublich gut war auch der erste polnische Film, den ich letztens im Kino gesehen habe. Dziewczyna z szafy, das Mädchen aus dem Schrank. Der Film hat mich kopfüber gepackt. Das war einer dieser Filme, die man an beliebiger Stelle anhalten kann und sich das stehende Bild an die Wand hängen könnte. Wenn man nicht so auf Landschaftsphotographie oder Pin Ups steht.

Rewelacja! Sensation!

Rewelacja! Sensation!


Wie so oft geht es um Liebe. Tomek kümmert sich liebevoll um seinen geistig behinderten Bruder Jacek, ist selbst aber auch auf der Suche nach der Hauptgewinnsfrau, mit Liebe und allem drum und dran. Diese Suche wird erschwert durch Jacek, den man nicht alleine lassen kann. Aus Betreuungsnot geboren entwickelt sich eine merkwürdige Freundschaft zwischen der minimal sprechenden Nachbarin und Jacek. Die Nachbarin ist das Mädchen aus dem Schrank und selbst psychisch ziemlich angeknackst, sie lebt in Parallelwelten und versucht zu Beginn des Films, sich umzubringen. Es geht um Liebe, Tod, Familie – die ganz dicken Dinger. Und für euch dadrüben hoffe ich, dass es demnächst eine Synchronisierung gibt und meine platten, nichtssagenden Sätze hier mit euren Gedanken und Gepacktheit füllen könnt.
Nach dem Film ging nur noch Rotwein und Schokokuchen in der Mleczarnia, wo wir immer den Rabbi der jüdischen Gemeinde um die Synagoge zum weißen Storch treffen. Ich war erst zweimal da, als er nicht da war.

Ich fühle mich hier in der jüdischen Gemeinde deutlich wohler, als in katholischen Gottesdiensten. Obwohl es eine orthodoxe Gemeinde ist, kommt es mir in der Synagoge alles viel lockerer vor als in der Kirche. Lockerer heißt nicht, das Religiösität weniger Bedeutung hat. Aber beispielsweise Gebete und Lieder klingen viel intensiver, da ist mehr Dynamik drin. Auch, wenn ich natürlich mit Hebräisch nichts anfangen kann, meine ich trotzdem zu verstehen.
Dadurch, dass die Gemeinde ziemlich klein ist, ist die Atmosphäre sehr familiär und man kennt die Gesichter schnell.
Letztens habe ich mich mit einem Juden hier aus der Nachbarschaft unterhalten und er hat mir erzählt, dass er eine wichtige Verabredung hatte, zu der eine weitere Person nicht gekommen ist, ohne abzusagen.
„Weißt du, ich bin Jude. Wir machen so etwas nicht, wir halten uns an Abmachungen oder sagen Bescheid, wenn etwas dazwischen kommt.“
Ich antworte, dass ich meine, dass diese Haltung eigentlich nichts mit Religion zu tun haben sollte, sondern auch Atheisten sich an bestimmte gesellschaftliche Regeln halten sollten.
Aber ich bin ins Nachdenken gekommen. Wann habe ich das letzte Mal einen Satz angefangen mit „Ich bin Christin und deshalb…“, diese Argumentation ist in meinem Bewusstsein nicht wirklich präsent.

Gerade habe ich wieder eine Woche von meinem Abreißkalender abgerissen und musste schlucken. In zwei Monaten werde ich schon meine 7000 Sachen packen müssen. Keine Ahnung, was ich davon halten soll. Bis dahin tanze ich durch die Sommernächte.

Tanz! Tanz!

Tanz! Tanz!

Mücken mucken auf

8 Jun

Es ist wieder viel los hier. Mücken mucken auf und annektieren meine Beine. Es ist die Rede von Giftflugzeugen, die über der Stadt Anti-Mücken-Zeug versprühen sollen. Dass sich dagegen niemand wehrt, ist ein bisschen gruselig. Aber die Aggressivität dieser Stechviehcher gruselt mich auch.

Sollte es mich gruseln, dass Olga und ich uns immer ähnlicher sehen?

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Die Nächte sind jetzt so, dass man sie zu Straßenmusik tanzend und auf Kopfsteinpflaster sitzend verbringen kann. Die Tage sommerverregnet, schwül oder frischwindig. So auch meine Laune. Ich freue mich ziemlich auf den Sommer, will am Oderufer sitzen, mit schwitzigem Eis und durch die schattigen kleinen Gassen tapsen. Und Reisen will ich, überall hin! So viel von Polen habe ich noch nicht gesehen!

Gleichzeitig muss ich mit Zukunftsgedanken bei Unibewerbungen bleiben, mir überlegen, wohin ich mit was will. Jetzt, wo es hier richtig Sommer wird, bin ich mit dem Kopf schon im Herbst. Bei beglaubigten Kopien und Vollmachten – zum Einschreiben bin ich ja noch hier.Die Zeit schleicht sich unbemerkt davon, es sind nicht mal mehr drei Monate hier.

Vielleicht werde ich in diesen drei Monaten Gespräche führen, die das von letzten Donnerstag an Dumpfheit noch übertreffen, aber daran zweifle ich doch arg. Der Donnerstag, die Donnernacht – eine verhängnisvolle Episode, die ich nicht komplett ausbreiten werde.

Boban & Marko Marković Orchestra, der Abend beginnt mit einem ausgelassenen Konzert, enorme Stimmung, der Abend soll noch nicht enden. Auf in die Stadt. Es wird an einer Dezentralisierung gearbeitet, aber gerade bin ich doch ganz froh, dass alles zentral rund um den Rynek stattfindet. So kann ich neuen Bekanntschaften sagen, wir sind im Zentrum und finden uns da schon irgendwie. Ein Dreigestirn verliere ich dann doch aus den Augen: Ein schwules Pärchen aus Serbien und Kroatien und einen norwegischen Aserbaidschanen, dessen Deutschlandbild ich vielleicht ein bisschen aufpolieren konnte.
„They’re gay – isn’t that a problem for you?“, als müsste das ein Problem für mich sein, guckt er mich fast verwirrt an. „And…imagine me, a guy from Aserbaidschan living in Germany, wouldn’t you just hate me?“, ich erwidere den verwirrten Blick. Ich hasse nicht, bin kein Nazi, höchstens grammatikalisch hin und wieder. „I like how tolerant you are!“, schließt er dieses seltsame Gespräch ab.

Der Abend wird weiterhin geprägt von Gesprächen über Toleranz, abgelöst durch reaktionäres Faschogelaber.
Im Przedwojenna, einer phantastischen Adresse für billiges Bier, frisches Tatar und merkwürdige Gespräche.
Im Moment ist eine halbwegs wichtige Konferenz von deutschen und polnischen Journalisten und irgendwelchen Wirtschaftsmenschen in Wroclaw. Einige Teilnehmer dieser Konferenz treffe ich in der Kneipe. Was ich hier so mache, fragt mich mein rechter Sitznachbar. Schnell finde ich heraus, dass „rechts“ ihn nicht nur geographisch einordnet.

„Aha, Edith-Stein-Haus, sagst du? Dann arbeitest du also für Vaterlandsverräter?“
Ich spucke mein Bier ins Glas zurück. Warte auf die Pointe. Das war sie schon. Habe ich die Ironie nicht gehört? Manchmal gehen Humorverständnisse ja ziemlich auseinander. Aber Herr Rechts guckt mich ernst, fast mitleidig, an.
„Was bitte?“
„Also, es ist ja wohl erwiesen, dass Edith Stein eine totale Vaterlandsverräterin war! Aber so was von! Und für so was musst du arbeiten?! Fühlst du dich nicht schlecht dabei?“, doch, so langsam fühle ich mich schlecht dabei, ein bisschen übel ist mir. Herr Rechts wohnt seit 10 Jahren in Wrocław, würde aber nie etwas anderes als Breslau dazu sagen, sein Polnisch ist deutschlich schlechter als meins nach neun Monaten und er spricht ohne Ahnung, dafür aus tiefstem Herzen von Edith Stein als Vaterlandsverräterin.
„Und ihr Vaterland hat Edith Stein wie genau verraten? Vaterland, was genau soll das überhaupt sein? Sie wissen schon, dass die in Auschwitz vergast wurde, oder?“, so richtigen Zusammenhang haben meine Sätze nicht mehr, aber der ganzen Konversation fehlt es an Zusammenhang. Ich rechne schon mit so was wie „Auschwitz? Linke Propaganda, so was!“, aber es kommt nur ein:
„Neneneneeee – also mal ganz ruhig. Es gibt ja gar keine Beweise, dass Edith Stein in Auschwitz vergast worden ist, das sind ja reine Spekulationen. Dir haben sie ja richtig das Gehirn gewaschen!“
„Wie bescheuert sind Sie denn! 2.August 1942, Edith und Rosa Stein werden von der Gestapo in Echt verhaftet, es geht über Westerbork nach Auschwitz, am 9.August werden sie vergast. So“, trotzig und nicht mehr ganz nüchtern funkel ich ihn an. „Es gibt keine Beweise, gar keine, reine Spekulationen, ach Mädchen, du tust mir leid!“
Er mir auch, also stehe ich auf und rede mit dem Kontrabassisten von der Straßenmusikerband über die nicht vorhandene Toleranz der polnischen Polizei gegenüber Straßenmusikern.

Und ich dachte, es geht um Fußball.

Und ich dachte, es geht um Fußball.

Oh, übrigens. Ich habe jemanden kennengelernt. Er heißt Antonius, ist heilig und macht, dass meine Sachen immer wieder zu mir zurückkommen. Es ist was Ernstes, ich bin mir sicher. Unsere Beziehung ist so ausgeglichen! Ich gebe ihm mein Bargeld, er gibt mir mein Portemonnaie mit allen Karten und Dokumenten zurück, das zweite Mal in zwei Monaten.
Ohne Flachs, mein Glück ist unverschämt. Ich dachte, langsam wäre mein Schwein ausgeschlachtet, aber es sind ihm wohl nur die Haxen davon gekommen.

Es gibt noch so viel, wovon ich erzählen könnte – ein Sommerlagerbericht fehlt noch, ein kleiner Workshop mit Jugendlichen über Vorurteile, ein weiteres ASF-Seminar in Piekary, ein Besuch der deutschen Edith-Stein-Gesellschaft, ein Besuch aus Warschau, vielversprechende Ideen für großmütterliche oder andere deutsch-polnische Projekte – viel.
Und es ist wieder so weit! Tandemtime! Wir suchen dringend deutsche Teilnehmer, die im August Polnisch lernen wollen, gebt euch einen Ruck, für irgendwas müssen diese abertausenden Klicks auf meinem Blog doch gut sein – meldet euch an!

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